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Der Dachwiger Heimat - und Museumsverein möchte mit diesen Ausführungen sein Dachwiger Dorfmuseum vorstellen.

 

Das Dorfmuseum finden Sie mitten in Dachwig. Es ist mit 16 Räumen und einer Scheune als ehemaliges Bauerngehöft ein herausragendes kulturelles Kleinod dörflichen Lebens der letzten Jahrhunderte. Es wurde von Hermann und Elsbeth Martin ab 1974 mit viel Liebe und Sachkenntnis zusammen getragen. Das Anwesen besteht aus Wohnhaus, Stallungen, Scheune und Innenhof. Familie Martin übergab das Gehöft im Jahr 1983 an die Gemeinde Dachwig. Seit dem 1. Januar 2001 wird das Museum vom Dachwiger Heimat- und Museumsverein e.V. betreut.

Beim Eintritt durch die große Hofeinfahrt fallen dem Besucher zunächst vielfältige landwirtschaftliche Geräte an beiden Seiten der Durchfahrt ins Auge. Im Hof zeugen alte Grenzsteine davon, dass Dachwig über Jahrhunderte Grenzort war. Ein Findling aus grauem Gneis mit Einschlussschichten von Quarzit aus der Elster Eiszeit ist als Naturdenkmal eingestuft.

 

 

Im Fachwerkgebäude des Wohnhauses aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist angefangen vom Mobiliar die komplette Einrichtung einer großen Familie vorhanden. In 11 Räumen ist  die breite Palette dörflicher Gebrauchs- und Haushaltsgegenstände zu sehen. Die Küche mit Einbauschränken des 18. Jahrhunderts und Einrichtungsgegenständen um 1900 und mit alten Koch- und Backrezepten interessiert jede Frau.


Die sogenannte gute Stube wurde früher nur zu Festtagen oder bei Besuchen genutzt. Sie ist mit vielen Kleinigkeiten original, d.h. Sammlungen von Fotos, alten Uhren, Brillen, Geld aus der Inflationszeit, Büchern, Sonntagstracht.

Einrichtungsgegenstände des täglichen Lebens sind in anderen Räumen zu sehen: Eine Vielfalt alter Bügeleisen, Behältnisse zum Einwecken, Buttermodeln, Butterfässer, auch Mausefallen, Unter- und Oberbekleidung bis hin zu Kinderwagen und –wiegen. Ein Raum im Wohnhaus beherbergt Trachten des 19. Jahrhunderts, Wäsche und Bekleidung. In einem weiteren Raum sind Kinderspielzeug bis hin zu großen Puppenstuben zu bewundern.

Weiterhin sind  wechselnde Ausstellungen und Sonderausstellungen in einem speziell hierfür eingerichteten Raum möglich.

 

 
 
 

Ein großer Raum im Obergeschoss führt in die Geschichte Dachwigs und seiner näheren Umgebung seit rund 4500 Jahren ein. Aus der Zeit des Altsteinzeitmenschen ist ein Bündel von Feuersteinen zu sehen, die als Pfeilspitzen genutzt wurden. Dieser Fund stammt vom Steinberg nahe Dachwigs. Reste von Tonscherben weisen auf die keltische Latene Zeit der alten Siedlung mit ca. 200 Häusern im heutigen Dachwiger Stausee hin.

Das Wirken von Vereinen ist ebenfalls anschaulich auf alten Fotos zu sehen.

Eine große Bedeutung hatte im Dorf seit Jahrhunderten die Leinverarbeitung bis zum Spinnen und Weben. Ausgestellt sind Geräte zur Verarbeitung des Lein zu Flachs, zwei Spinnräder und zwei Waufen zum Messen der Fadenlänge sowie zur Wicklung der Gebinde.

Im Stallgebäude wurde auf dem Boden die komplette Werkstatt eines Schusters mit vielen Schuhen eingerichtet und eine komplette Tischlerwerkstatt.
Ein Raum beherbergt die alte Feuerwehrspritze des Ortes.

 

 

Die „Dachwiger Dorfschule" verdeutlicht, dass die Bauern in Dachwig nachweislich seit rund 500 Jahren ihre Jungen und Mädchen in zwei und später drei Schulen ausbilden ließen.

Die Waschküche zeigt allen Besuchern die schwere Arbeit des Wäschewaschens in früheren Zeiten. Kernseife, Waschbrett, Waschkessel mit Holzfeuerung und Rolle (Mangel) sind ausgestellt.


Die große Scheune des Museums umfasst das Spektrum landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen auf zwei Etagen. Besonderer Anziehungspunkt sind die beiden Lanz-Traktoren.

 

 

Basisdaten des Museums

Das Dachwiger Dorfmuseum befindet sich in der Trägerschaft der Gemeinde Dachwig.

Der Dachwiger Heimat- und Museumsverein e.V. unter Leitung von Wolfgang Gebhardt betreut seit dem 1. Januar 2001 das Dorfmuseum.

Er besteht aus 20 ehrenamtlichen Mitgliedern, davon 5 Vorstandsmitgliedern.

In aufopferungsvoller Kleinarbeit sind wir bemüht, das wertvolle Kulturgut zu erhalten und zu erweitern und somit den Besuchern und Gästen zugänglich zu machen.

Das Museum wird von den Schülern der Umgebung für den Heimatkundeunterricht rege genutzt.

Uns ist es in der kurzen Zeit unseres Bestehens gelungen, zwei neue Räume aus den Beständen der Dachwiger Bevölkerung herzurichten (Schusterwerkstatt und Tischlerwerkstatt).
Weiterhin wurden eine neue Sanitäranlage und  ein Küchenraum für Veranstaltungen geschaffen.

 

Zu den Ergebnissen der ehrenamtlichen Arbeit in den vergangenen Jahren zählt ferner die Gründung einer Trachtengruppe, die ihre Feuertaufe zum Sommerfest 2007 bestand.
20 Frauen und Männer haben sich zusammengefunden, um Trachten und Tänze aus vergangener Zeit der drohenden Vergessenheit zu entreißen. Die Vorlagen für die Frauen- und Männertrachten stammen aus dem reichen Fundus des Dorfmuseums Dachwig.

 
 

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