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                                Frühlingsimpressionen in den Fahner Höhen

„Nun ist der Frühling endlich da, wie man begeistert sieht. Es grünt und blüht schon überall, die Amsel singt ihr Lied."


Der Frühling ist nun schon erwacht und die ersten warmen Sonnensstrahlen locken uns hinaus in die erwachende Natur. Viele Singvögel sind schon  aus ihren Winterquartieren in unsere heimischen Gefilde zurück gekehrt. So wie die Natur ihre Winterruhe langsam beendet, können wir uns wieder an der erwachenden Natur erfreuen. Neues zartes Grün begleitet uns an den Wegen und es ist auch die schönste Zeit, um den Fahner Höhen einen Besuch abzustatten! Wie wäre es dann mit einer Wanderung, um die frische Frühlingsluft zu genießen und die Seele baumeln zu lassen?

Schon am Waldesrand, hoch über den grünenden Saaten  begrüßen uns die Feldlerchen mit ihrem jubelnden Gesang. Von hier aus haben wir eine herrliche freie Aussicht bis hin zum Thüringer Becken, zum Großen Horn und auch zum Hainich.

Am westlichen Waldrand entlang, wandern wir hoch bis zur ehemaligen "Fixen Idee." Von hier oben kann man bei guter Sicht das Gothaer Schloss und die Höhenzüge des Thüringer Waldes deutlich erkennen. Schon viele Naturfreunde haben die Schönheiten der Fahner Höhen für sich entdeckt und so ist es auch nicht verwunderlich, das gerade in dieser schönen Frühlingszeit viele Wanderer unterwegs sind, um die Ruhe und Schönheit dieser Landschaft zu genießen. So ist jeder auf´s neue beglückt, wenn er die ersten Frühlingsblüher im lichten Buchenwald der Fahner Höhen entdeckt. Und zu entdecken gibt es viel! Denn kaum ist der letzte Frost aus dem Boden gewichen, so leuchten auch schon die gelben Blüten des Huflattichs aus dem welken Laub des Vorjahres. Gleichzeitig öffnen sich die zarten, rosafarbenen Blütensterne des Seidelbastes. Gemeinsam mit Hasel- und Weidenkätzchen bieten sie den Bienen erste Nahrung.

Herausgelockt von den ersten warmen Sonnenstrahlen, oft schon Mitte März, weist der Waldboden für wenige Wochen einen bunten und dichten Teppich von Blütenpflanzen auf. Zu den bekanntesten Vertretern der Frühlingsblüher gehören Märzenbecher, Leberblümchen, Buschwindröschen, Scharbockskraut und Schlüsselblume, sowie der Bärlauch. Als erste läuten die Märzenbecher mit ihren weißen, grünlich betupften Blütenglöckchen den Frühling ein. Große weiße Blütenflächen dieser Blumen leuchten und duften uns im Frühlingswald entgegen. Zarte Buschwindröschen, leuchtend blaue Leberblümchen und das rotbläuliche Lungenkraut bereichern die bunte Frühlingspalette. Auch die hohen Schlüsselblumen mit ihren leuchtend gelben Blütendolden sind aus unseren frühlingsfeuchten Wald nicht wegzudenken. Nicht nur auf dem Waldboden beginnt das Leben im neuen Jahreskreis zu erwachen.

 
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Auch in den Bäumen regt sich das neue Leben von der Wurzel bis zur Krone. Der Wald erwacht und wir dürfen ihn dabei belauschen und beobachten. Im April und Mai vervollständigen dann einige weitere, typische Vertreter unserer Flora den bunten Teppich des lichten Mischwaldes. So erfreuen uns dann im April vor allem die zarten Blütenteppiche von Buschwindröschen und Gelben Windröschen. Da wäre auch der häufig anzutreffende Lerchensporn mit seinen weißen oder fliederfarbenen Blütentrauben, die auf dem Waldboden riesige Blumeninseln bilden. Ein genauer Blick auf diese Blütenteppiche zeigt noch eine ganze Reihe weiterer Arten. Dazu zählen Waldveilchen, Scharbockskraut, Lungenkraut, Waldgoldstern und Frühlingsplatterbse. Ganze Talmulden sind gefüllt mit den weißen Sternendolden des stark nach Knoblauch duftenden Bärlauchs. Als willkommener Bestandteil der beliebten Maibowle wird der Waldmeister sehr geschätzt. Auch dieser wird von Kennern noch an etlichen Stellen im Wald gefunden. Doch als abschließender Höhepunkt der Frühlingsblüher zählt das zarte Maiglöckchen. Lieblicher Wohlgeruch entströmt den kleinen weißen Glöckchen, deren Duft uns ganz betört. So einzigartig und faszinierend,  ja so schön kann unsere Natur sein!

Wenn die Laubbäume dann im Mai vollständig ausgetrieben haben, ist das farbenprächtige Schauspiel der Frühlingsblüher leider schon wieder vorbei, denn sie haben ihren Lebenszyklus den Lichtverhältnissen angepasst.

Alle diese Pflanzen sind erfreulicher Weise noch hier im Landschaftsschutzgebiet der Fahner Höhen anzutreffen. Daher stehen auch die meisten Frühlingsblüher unseres Waldes unter Naturschutz und das ist gut so! Möchten wir uns doch noch lange bei einem schönen Frühlingsspaziergang  erfreuen und entspannen.

Wer sich die Zeit für einen Ausflug in die Fahner Höhen nimmt, sollte hier eine Zeit verweilen, um die Einzigartigkeit dieser Natur richtig genießen zu können.

Rosemarie Pudenz

 

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